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News - Aktuelles

21.02.2018

Zweiter Preis bei jugend forscht für Team des Technischen Gymnasiums im Fachgebiet Chemie

Von: Stefan Cloerkes
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Projekt überzeugt Jury beim Regionalwettbewerb Niederrhein mit Untersuchung von Medikamenten gegen Sodbrennen

Julia Krzywania, Timon Gröters und Kevin de Greeff gewinnen 2. Preis in Chemie: "Das stößt sauer auf - Medikamente gegen Sodbrennen im Vergleich"

Die "Antazida" - Tabletten gegen Sodbrennen

Henrik Werner, Alexander Kühnen und Oliver Rohde: "Bohnen bereinigen Böden"

Ioana Dumitrascu und Alexander Kemkes: "Vorsicht Wasser?"

Wettbewerbsleiter Dr. Zöllner bei der abendlichen Sieger-Gala im Seidenweberhaus

Viele kennen das: unangenehmes Gefühl in der Magengegend bis hin zu Schmerzen und saurem Aufstoßen. Und dann greift man zu Tabletten, die das Problem beheben sollen. Aber was sind das für Medikamente und wie wirken diese im Magen?  Diesen Fragen sind Julia Krzywania, Kevin de Greeff und Timon Gröters aus dem Leistungskurs Chemie der TG61 bei ihrem "jugend-forscht"-Projekt nachgegangen. Sie kauften sich verschiedene Medikamente und starteten ihre Versuchsreihen. Da die Magensäure aus Salzsäure besteht, ließen sie ihre Tabletten auch mit Salzsäure reagieren und untersuchten pH-Wertänderungen, das enstehende Kohlendioxidvolumen oder das Säurebindungsvermögen. So stellte sich heraus, dass es schon verschiedene Wirkstoffe gibt und diese sich teils erheblich unterscheiden.

Mit dieser Idee und den quantitativen Versuchsreihen konnten die 3 Schüler bei der Präsentation die Jury überzeugen und einen 2. Preis im Fachbereich Chemie gewinnen. 
Mit großer Freude nahmen sie die Urkunde bei der Siegerehrung am 20. Februar im Krefelder Seidenweberhaus aus den Händen des Wettbewerbsleiters, Herrn Dr. Zöllner, entgegen. Immerhin beteiligten sich in diesem Jahr 358 Teilnehmer/innen mit 186 Projektarbeiten am Wettbewerb.

Aber noch 2 weitere Gruppen des TG nahmen erfolgreich teil: 
Alexander Kühnen, Oliver Rohde und Henrik Werner auch aus der TG61 untersuchten schwermetallbelastete Böden. Sie stellten sich die Frage, wie man diese entgiften könnte und kamen auf die Idee zu überprüfen, ob z.B. Stangenbohnen beim Wachsen solche Altlasten aus dem Boden über die Wurzeln aufnehmen. In Zusammenarbeit mit der Firma currenta, bei der sie ihre Analysen durchführen konnten (mit Atomemissionsspektroskopie), konnten sie zeigen, dass ihre Vermutung stimmt: Die Bohnen nahmen Cobaltionen auf, wenn auch nur in geringem Maße. Ein vielleicht ausbaufähiger Ansatz? mit anderen Pflanzen?Mit diesem Projekt waren die Schüler auch schon beim Bundesumweltwettbewerb gestartet.

Ioana Dumitrascu und Alexander Kemkes aus der TG51 fiel auf, dass Wasser aus eigenem Brunnen, welches sie im Sommer zur Befüllung des Pools verwendeten, schnell braun wurde. Schnell fanden sie heraus, dass dies an gelöstem Eisen liegt. Das brachte sie zu ihrer Forschungsfrage: Sie verglichen Brunnenwasser aus eigenem Garten mit dem Leitungswasser von den Stadtwerken im Hinblick auf Eisen und andere Bestandteile, z.B. Nitrat. Dabei kamen verschiedene anlalytische Verfahren zum Einsatz (vom Tropftest bis zur ionenselektiven Membran-Elektrode). Dadurch wurde ihre Arbeit auch zu einem Methodenvergleich in der Analytik.

Betreut wurden die Arbeiten vom LK-Chemielehrer, Herrn Cloerkes.

Das Technische Gymnasium ermöglicht schon sei einigen Jahren seinen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an "Jugend forscht", um so Jugendliche und junge Erwachsene zu fördern, die besonders an Naturwissenschaft und Technik interessiert sind. 

So haben in den letzten 6 Jahren 17 Gruppen aus dem Bildungsgang Chemie/Biologie am "jugend forscht" Regionalwettbewerb teilgenommen. 5 (!) Preise gingen dabei ans BKU.

Presseartikel zum Wettbewerb:

Rheinische Post

Westdeutsche Zeitung

Stadtspiegel auf Sete 1 mit Foto